Pinien-bewachsene Endlos-Strände die schlangenförmig die Küste der französischen Riviera säumen. Durchbrochen von Oleander und anderen üppigen Sträuchern. Dann wieder rauhe Sand-und Felslandschaften. Genauso kontrastreich und vielseitig wie die Landschaft sind auch die dort lebenden bzw. sich aufhaltenden Menschen. Die Diversität eint scheinbare Widersprüche. Genau wie die Laissez-Faire-Mentalität. Flirting with Life, „Leben wie Gott in Frankreich“ und Savoir Vivre. All diese Bezeichnungen bzw.Empfehlungen treffen (nicht ohne Grund) auf die Region rund um die französische Riviera zu. Neben abwechslungsreichen Landschaftsbildern die von Pinienhainen, Felsgrotten, bewaldeten Bergen, Lavendelfeldern,Strandpromenaden,mondänen Hafenstädten und verwinkelten Bergdörfern geprägt ist, finden sich dort Ruhe-und Inspiration-Suchende, Einheimische, Touristen, Künstler und internationaler Jet-Set. Eine Hochburg der Vielfalt bietet der einstige Fischerort Saint-Tropez.
Welcome to St.Tropez:
Anreise (Falls weder eine eigene Yacht noch Privatjet vorhanden sind): Mit dem Auto ( sehr praktisch, da man sich die Unabhängigkeit bewahrt und die Umgebung und selbst entlegene Ecken in den Bergen auf eigene Faust erkundet werden können), Bus oder Boot. Eine Besonderheit von ST.Tropez ist, dass der Ort nicht direkt per Zug oder Passagierflugzeug angesteuert werden kann. In Nizza hingegen befinden sich sowohl ein größerer Flughafen als auch ein Bahnhof, wovon aus man entweder mit einem Leihwagen oder Zug (zb.dem schnellen TGV) weiterreisen kann. Beispielsweise bis Saint Raphael (wo schon die Fähre in Richtung St.Maxime und St.Tropez auf einen „wartet“).
Ich habe alle oben genannten Anreisemöglichkeiten getestet, in der früheren Jugend (- das klingt als wäre ich 50;)) in Form einer längeren Autofahrt mit der Familie (von Deutschland aus), ein weiteres Mal mit dem Flieger nach Nizza und von dort aus mit dem Leihwagen bzw.Zug und Boot weiter in Richtung St.Tropez.
Tipp: Allein die Zugfahrt durch die Berge ist eine der schönsten und abwechslungsreichsten (und somit kurzweiligsten) Fahrten gewesen, da ich auf der einen Seite rote felsige Gebirgsschluchten sah und auf der anderen Fensterseite das glitzernde Meer. Kombiniert mit der Bootsfahrt über den Golfe de Saint-Tropez und schon hat man einen schönen Halbtagesausflug und viel von der Umgebung und Flora&Fauna mitbekommen 😉 Der Wasserweg ist zudem zeitsparender, da man anstatt im Auto die Küste zu umfahren, die Abkürzung direkt über den Golf nimmt. Besonders während der Hochsaison entgeht man so dem Verkehrsaufkommen und kann sich den frischen Wind um die bräunende Nase wehen lassen 😉
Unterkunft
- Appartement oder Zimmer über Airbnb o.ä. buchen
- ein eigenes Ferienhaus/Chalet reservieren
- eine Yacht chartern
- Hotel
- oder in einem der kleineren Häuschen oder Camps in der Umgebung unterkommen.
Kulinarisches Traditionelle Küche sowie die neuesten Küchentrends aus aller Welt. Neben regionalen Köstlichkeiten wie einfachen mediterranen Gerichten und Antipasti , werden fangfrischer Fisch und diverse Gebäckstücke angeboten. Ziegenkäse, regionale Kräuter, Lavendel- und Rosmarin als Würze zu diversen Gerichten. Plus diverse regionale und internationale Weine. Vino Vino Vino!
Senequier: Das geschichtsträchtige sowie weltbekannte Gebäude mit der roten Außenfassade ist immer einen Besuch wert. Nicht nur weil die Aussicht auf den Yachthafend sowie die Flaniermeile am Pier unbezahlbar sind. Locals treffen auf Schauspieler, Künstler und Touristen. Während man seinen Espresso oder frischen Passionsfrucht-Saft trinkt bzw. sein Eclair isst ( es gibt sogar glutenfreie Alternativen <3), kann man zusehen, wie Boote an-und ablegen und überall reges Treiben herrscht. Das dennoch entschleunigt wirkt. Tipp : Innerhalb des Restaurantgebäudes befindet sich eine eigene alteingesessene Patisserie, deren Gebäckstücke man nach dem Einkauf auch auf der Terrasse verzehren darf (anstatt sie zu anderen Preisen im Restaurant zu ordern). Doch alles in allem spielt das keine große Rolle, da es sich allein für die Atmosphäre lohnt, in dem historischen Familienbetrieb essen zu gehen. Bzw. sich einen Vino oder frischgepressten Fruchtsaft zu genehmigen. Ein weiterer Punkt ist, dass das Senequier morgens öffnet und abends/nachts erst schließt, sobald der letzte Gast gegangen ist. Diese genussvolle Erfahrung durfte ich persönlich nachts bei einem Vino machen.
Meine Empfehlungen: (Generell) Ausschau halten wo die Locals essen- Um gutes regionales Essen zu bekommen und die häufig anzutreffende „industrielle Touristenküche“zu umgehen. Unbedingt regionale hausgemachte Eissorten (teilweise aus Blumen und Sahne) probieren. Geschmackssorten werden dort übrigens „Parfums“ genannt. Wie beispielsweise „Lavendel“, „Rose“, „Pfirsich“ oder „Pampelmuse“. Einer meiner absoluten Favoriten ist das Rosen-Eis.
Neben Macarons gibt es noch diverse andere Gebäckstücke und Törtchen. Inspiriert von Petit Fours habe ich eine herzhafte getreidefreie Variante in Form gefüllter Datteln probiert. Tipp eines Locals und väterlichen Freundes: Dafür die Palmenfrüchte mit Ziegenfrischkäse oder Roquefort und Pekannüssen füllen.
Insgesamt häufig mediterranes Gemüse, Oliven und Früchte essen, dazu Wasser und Vino bestellen. Einheimische Restaurants fernab der Hauptboulevards aufsuchen, z.B. an der Strandbucht zentral im Ort frische Artischocke bestellen. Und das Fruchtfleisch der Blätter anschließend in Öl tränken und auslutschen.
Le Tiggr: Gehobene Thailändische Küche (im wahrsten Sinne des Wortes- exquisite fernöstliche Speisen, erlesene Weine und das mit einer erhöhten Aussicht über St.Tropez und die Golf-Bucht). Atemberaubende Aussicht über Piniengipfel, den Golfe de Saint-Tropez auf die Berge der gegenüberliegenden Buchten.
Shopping: Auf den Märkten regionale Köstlichkeiten wie Antipasti, Wein, Honig, Kräuter, Käse usw.probieren. Handgemachte Seifen, kunstvolle Retro-Postkarten mit antiken Werbeaufdrücken und dem Antlitz mondäner Filmdiven, schicke Sommerhüte und elegante Mode. Neben bekannteren Modeboutiquen und weltweit überall anzutreffender China-Ware gibt es niedliche Läden mit Sommerkleidern, Tuniken, Blusen und Accessoires im schicken French-Look. Zudem französische Marken wie ST.Tropez und NafNaf. In der Umgebung finden sich Parfümerien mit Eigenkreationen sowie diversen (nicht in Deutschland erhältlichen) Abwandlungen und Kollektionen der bekannten Häuser wie Dior oder Hermes. Ebendiese haben auch Firmensitze in Form schicker Villen inmitten üppiger Blumenbüsche in Saint-Tropez. Zudem sind einige Antiquitäten- und Kunsthändler mit schönen Einzelstücken ansässig.
Freizeit: Ganz klar: Sich treiben lassen und die Gegend erkunden! Sei es in den Städten durch die Gassen schlendern oder in der Natur zwischen Bergen wandern. Im und am Meer (Sonnen-) Baden. Die Stadt entdecken, die Aussicht genießen, bummeln, französische Mode und Antiquitäten begutachten.Wassersport-technisch wird viel geboten: Parasailing, Bootfahren, diverse Extrem-und Funsportarten, Tauchen, Schwimmen, Surfen. Außerhalb des Wassers Klettern, Hiking, Snowboarden in den Bergen bei Nizza sowie touristische Attraktionen ( besonders zwischen St.Tropez und Saint Maximé viele Freizeitparks und Angebote wie abends öffnende Funparks, Wasserwelten, Themenparks und Kirmes). Ich stehe eher nicht auf Freizeitparks und Jahrmärkte, doch die Parks nahe Port Grimaud sind teilweise so liebevoll gestaltet (z.B. ein Minigolfpark im Stile von Jurassic Park), so dass ich dennoch abends gern die Kids begleitet habe. Ansonsten habe ich die Gegend lieber persönlich erkundet, bin in den Orten durch die Gassen und über Märkte gelaufen. Und habe abends den Jazzmusikern auf der Straße zugehört oder eine Nachtwanderung über die Stadtmauer von St.Tropez gemacht. Und bin außerhalb der Städte durch die Berge, Klippen und Strände spaziert. Es gibt viele Beachclubs ( die nicht zuletzt damals durch Brigitte Bardot und andere berühmt wurden), sowie Strandbars, Restaurants am Wasser, Wochenmärkte und Bademöglichkeiten. Vieles ist besonders im Sommer touristisch überlaufen. Meine Empfehlung sind die Strände um Saint Tropez herum, die keine Beach Clubs haben. Ramatuelle ist noch ein Geheimtipp: Von der Straße aus schwer einzusehen, führen kleine Wege durch Gestrüpp an wunderschöne Strände, die durch provisorische Brücken miteinander verbunden sind. Welche zu Buchten mit weißen Sandstränden, türkisem glasklaren Wasser und Felsgrotten sowie abenteuerlichen Wanderwegen durchs Hinterland führen. Die Umgebung bietet viele weitere Highlights, wie die Parfumstadt Grasse, Cannes ( und die alljährlichen Filmfestspiele), Nizza, Port Grimaud ( das südfranzösische Venedig), die mystische Stadt Grimaud mit Burgruinen und traditionellen Festbräuchen, La Croix Valmer sowie das Gebirge und bewaldete Bergsiedlungen, die Schauspielern, Malern und Ruhesuchenden einen Rückzugsort bieten.
Saint Tropez ist einer meiner absoluten Lieblingsorte, weil er so viele scheinbare Widersprüche vereint und es tagtäglich Neues zu entdecken gibt. Wie ein Dörfchen das als Tor zur Welt fungiert. Und unabhängig von der saisonalen Überlaufenheit des Ortes ist stets Gelassenheit spürbar.

Hier finden Märkte und Boule-Partien statt